Dem Verschleiß entgegen

Unser schweißtechnologisches Servicecenter haben wir ja vor einigen Jahren auf Kundenwunsch um eine "Spezial"- Schweisserei erweitert.

Wir wollen natürlich nicht unseren Kunden die Arbeit wegnehmen, wir sehen den Beginn unserer Aufgabe eher dort, wo ein "normaler" Schlosser oder Schweißer scheitert, oder die richtigen Geräte dafür einfach nicht vorhanden sind.

 

Am Anfang war die Schnecke

Einer der ersten größreren Aufträge war für einer der größten holzverarbeitenden Betriebe in Deutschland.

Dort wurden in riesigen Silos Holzspäne gesammelt, welche durch bis zu sieben Meter lange Förderschnecken auf die unterirdische Förderbänder geleitet wurden.

Der Abrieb war durch die Gewichtsbelastung und die entstehenden Kräfte derart groß, das die Wände der Schnecke in regelmäßigen Abständen instandgehalten werden müssen.

An den Seitenwänden und auf Teilen der Lauffläche würden hartbeschichtete Platten angebracht, und die äußeren Kanten zusätzlich mit Hartauftragung auftragsgeschweißt.

 

Ganz schön aufgemischt

Für ein weiteres Unternehmen aus OWL kam kurz darauf eine deutlich kniffigere Aufgabe.

Zur Verminderung der sehr hohen Temperaturen in den großen Anlagen wird Wasser durch Rohrsysteme geleitet, welche vor sehr großen Ventilatoren laufen, die stetig für Kühlung sorgen. Durch die Wechselbelastung zwischen Hitze und Kälte war der Werkstoff jedoch einer ungewöhnlich hohen Beanspruchung ausgesetzt.

Die Anforderung für die Beschichtung dieser Rohrsysteme beinhaltete eine besonders geringe Aufmischung des aufgetragenen Nickel- Werkstoffs, da zu viel Bestandteile des Grundwerkstoffs in der Beschichtung zum "Zerfressen" der Oberfläche geführt hätte.

Anbei der Versuchsaufbau mit angeschlossener Kühlleitung. 

 

Menschliche Fehler beheben

Häufig kommen auch verschiedenste Maschinenbauer auf uns zu. Dort geht es auch mal um kleinere Pannen, die bei mechanischer Behandlung auch immer mal entstehen können.

Sei es Teile von Presswerkzeugen, bei denen zu viel von der Kontur weggefräst wurde.

Dort haben wir mit einer speziellen Nickellegierung die nötige Höhe aufgetragen

In dem Fall ist durch falsche Maschineneinstellung eine Kante eines Schnittwerkzeuges abgebrochen.

Auch da wurde mit geringer Hitzezufuhr, schichtweisem Aufbau der Naht, stetiger Temperaturkontrolle und verhämmern der Nahtstelle der beschädigte Bereich wieder aufgetragen.

Auf Grund des Werkstoffes wurde nach der letzten Schicht der gesamte Bereich mit einer Hitzeschutzdecke langsam abgekühlt.

 

Bagger & Co.

Ein großer Teil unserer heutigen schweißtechnologischen Dienstleistung entfällt auf die Arbeit an Baugeräten; Radladern oder Baggern.

Durch die erheblichen Kräfte und die Belastung häufig im Grenzbereich sind dort spezielle Materialien bzw. besondere statische Anforderungen zu erfüllen.

Sei es Anbringung von Lasthaken oder Veränderungen von Neuteilen wie in dem nebensteheden Fall eine verbreiterte Schubkante.

 

Natürlich führen wir auch Reparaturen und Instandsetzungen jeglicher Art aus.

Häufig werden sogar ganze Baugruppen durch die Materialermüdung beschädigt, und eine fast komplette Erneuerung ist nötig.

Hier eine erhebliche Beschädigung einer Wechselbrücke, die wir nachträglich zusätzlich zur besseren Kraftaufnahme mit einer Verstärkung im Wirkungsbereich versehen haben.

Überall wo außergewöhnliche Kräfte auftreten, können auch große Beschädigungen auftreten.

Im nebenstehenden Fall sind die am meisten unter Belastung stehenden Schweißnähte einer Hubgabel gerissen, dort mussten wir sämtliche alten Nähte vollständig rausschleifen, und mit einem besonders zähen Chrom & Molybdänhaltigen Zusatzmaterial komplett neu verschweißt.

Alles andere als im Eimer

Für einen Werkzeugbauer haben wir diese Spritzform für einen 10L Eimer zur Oberflächenbehandlung bekommen.

Da sich aber alle gängigen Stahlsorten für das Spritzverfahren nicht, oder nur sehr schlecht geeignet haben, haben wir nach verschiedenen Materialversuchen den kompletten späteren Innenkörper mit einem Kupferwerkstoff auftragsgeschweißt.